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Taten der Barmherzigkeit in Russland

Gemeindeprojekte

Gemeinde in Inta
Gemeinde in Inta
Es ist Vision Ost ein Anliegen, dass die Menschen nicht nur praktische Hilfe erhalten, sondern auch geistlich ermutigt werden und damit Hoffnung für ihr Leben erhalten. Deshalb gründen wir in Zusammenarbeit mit grossen russischen Partnergemeinden immer wieder neue Kirchgemeinden. Dies vor allem in Städten, wo die seelsorgerliche Betreuung nicht gewährleistet ist. Die Denomination der neu gegründeten Gemeinde spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Unsere Partnergemeinden betreuen in Zusammenarbeit mit uns die Pastoren und führen gemeinsame Projekte durch.

Regelmässig bekommen viele Menschen in der Schweiz und Deutschland konkrete Gebetsanliegen von den neuen Gemeinden in Russland.

Wie hinter allen anderen Projekten steht auch hier das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe": Ziel ist die Selbständigkeit der neugegründeten russischen Gemeinden. Sie sollen dahin geführt werden, ihre Arbeit und ihren Pastor nach 5 Jahren selber zu tragen. Vision Ost versteht sich als Starthilfe und Begleitung. So ist die Nachhaltigkeit der Arbeit gewährleistet.

Hier ein paar konkrete Beispiele von Gemeindeprojekten, die von Vision Ost getragen werden.

Die Geschichte der Gemeindegründung in Nischnaja Tura

Gemeinde in Nischnaja Tura
Gemeinde in Nischnaja Tura

Auf einer Rekognoszierungsreise im Jahr 2005 entdeckte Vision Ost Nischnaja Tura - eine Stadt, welche die Kriterien zur Eröffnung einer neuen Arbeit (keine Kirchgemeinde, grosse soziale Not) in allen Bereichen erfüllte. Um mit der Arbeit starten zu können, wurde ein Pfarrer benötigt. Gott führte Vision Ost und Georgij zusammen. Nach gemeinsamen Besprechungen und Gebet entschied sich Georgij, der mit seiner Familie am Schwarzen Meer in einer Feriengegend wohnte, nach Nischnaja Tura zu ziehen und im Auftrag von Vision Ost eine Gemeinde und eine Sozialarbeit zu starten.

Pastor Georgij berichtet von seinem Start: "Bevor wir nach Nischnaja Tura gingen, haben wir gebetet und gefastet. Nach zwei Monaten und drei Tagen fanden wir eine Wohnung in der Mitte der Stadt. Da wir die Wohnung renovieren mussten, sind wir oft durch die Stadt spaziert, haben gebetet und gleichzeitig das nötige Material besorgt. Ausserdem besuchten wir Kirchgemeinden in den umliegenden Städten, um Christen kennen zu lernen. Beim Einkaufen erzählten wir den Leuten, dass wir aus der Stadt Anapa gekommen sind und verteilten Flyer. Die Leute staunten, dass wir von so einem wunderschönen Ort nach Nischnaja Tura zogen, eine Stadt ohne Charme und mit kalten Temperaturen.

Unsere Nachbarn haben mit Alkohol gehandelt. Wir haben mit den Alkoholikern gesprochen und ihnen geholfen. Sie haben dann ihren Freunden von uns erzählt. Gleichzeitig begannen wir mit Hilfe von Vision Ost humanitäre Hilfe zu leisten. Meine Frau hat jeden Tag für 5 - 6 Alkoholiker gekocht und ihnen in unserer Wohnung zu Essen gegeben. Mit der Zeit haben wir sie an ein christliches Rehabilitationszentrum weitergeleitet.

Wir haben begonnen, Gottesdienste durchzuführen und haben nicht darauf geschaut, ob Leute kamen oder nicht. Der Gottesdienst fand statt! Später schrieben wir an den Stadtpräsidenten, um die Bewilligung zur Aufführung des Films Jesus zu erhalten. Die Erlaubnis wurde erteilt. Wir zeigten den Film in allen Kinos, auch in den umliegenden Städten. Danach haben wir Gruppen zum Studieren der Bibel gegründet. Heute besteht eine kleine Gemeinde hier in Nischnaja Tura, die langsam aber stetig wächst. Gott hat Türen geöffnet."

Eine Kirchgemeinde entsteht in Petschora

Sozial- und Gemeindezentrum Petschora
Sozial- und Gemeindezentrum Petschora

Vor 17 Jahren reiste der heutige Pastor Anatolij, damals noch Sanitär-Installateur, in eine nördliche Provinzstadt namens Petschora. Es war Winter und -45 Grad. Die Heizungsrohre waren geborsten und ein Grossteil der Stadt fror erbärmlich. Eilends wurden Hilfskräfte aus der ganzen Republik geholt, unter anderem auch Anatolij. Der hatte nicht nur Augen für die Arbeit. Die Stadt berührte ihn, er fand Freunde unter den Anwohnern Petschoras. Bei einem Gottesdienst vor sieben Jahren, Anatolij war unterdessen Vize-Pastor einer grossen Kirchgemeinde, spürte er den Ruf in eine Pionierarbeit. Er erinnerte sich an Petschora...

Vor drei Jahren rekognoszierte Vision Ost in der Republik Komi. Als Petschora besucht und die soziale und gemeindliche Situation analysiert wurde, war schnell klar: In dieser Stadt gründen wir eine Sozialarbeit und eine Kirchgemeinde. Umgehend suchte Vision Ost einen Mann, der in Petschora der sozialen und geistlichen Not begegnen kann. Wir lernten Anatolij kennen! Ein Strahlen huschte über sein Gesicht, als wir ihm sagten, er sei der richtige Mann für Petschora! Dann erzählte er uns seine Geschichte, die vor 17 Jahren begann, und bei der wir über die Führung Gottes in unserer Arbeit staunten.

Die Kirchgemeinde von Anatolij zählt heute schon bald 30 Mitglieder! Wir konnten in Petschora ein günstiges Haus kaufen, das mit Hilfe des Kiwanis-Clubs Fraubrunnen (aktuelle Infos) renoviert wird. Es entsteht das Sozial- und Gemeindezentrum. Ein Ort für Begegnungen und Gottesdienste, eine Zuflucht für Strassenkinder.




Weitere Informationen finden Sie im Jahresbericht oder im direkten Gespräch mit uns.

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