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Taten der Barmherzigkeit in Russland |
In Syktyvkar wurde fleissig gebaut. Es wurden unter anderem die Zimmer der Leiter und des Pastors renoviert, die Banja repariert und mit dem Bau eines dreigeschossigen Hauses begonnen, damit mehr Teilnehmer aufgenommen werden können. Es gibt viele Anfragen - aber es mangelt an Platz! Ende 2008 befanden sich 17 Menschen in der Therapie. Auch der Arbeitszweig der Tierhaltung hat sich vergrössert. Das Rehazentrum besitzt im Moment drei Kälber, neun Kaninchen und zwei Schweine. Eine weitere Vergrösserung ist in Planung.
Neu eröffnet wurde im Jahr 2008 die Aussenwohngruppe. Die Rehabilitanden, welche nach der Therapie noch keine konkreten Pläne haben, kommen in diese WG. Dort wird ihnen geholfen, eine Arbeitsstelle und eine Wohnmöglichkeit zu finden. Erst wenn beides vorhanden ist, werden sie aus der Aussen-WG entlassen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den ehemaligen Drogensüchtigenzu helfen, in der Gesellschaft ihren Platz zu finden und stabil zu bleiben.
Ein äusserst schwieriges Jahr hat das Rehazentrum Workuta hinter sich. Mit grosser Traurigkeit hat Vision Ost mitzuteilen, dass im letzten Herbst der verantwortliche Leiter des Rehas, Rustam, verstorben ist und eine Frau und ein Kind hinterlassen hat. Für uns als Organisation, aber auch für die Kirchgemeinde und das Rehazentrum, ist dies ein grosser Verlust Die Leitung ist im Moment in den Händen von Andrej. Er hat mit den Rehabilitanden auch den Umzug in eine neue Lokalität durchgeführt, die weniger im Zentrum der Stadt liegt. Dort ist Andrej nun daran, das Rehazentrum wieder einzurichten und zu organisieren.
Im letzten Jahr haben sich 19 Menschen im Rehabilitationszentrum aufgehalten. Es handelte sich um Drogensüchtige, Alkoholabhängige und Obdachlose. Vier der Rehabilitanden sind relativ stabil und besuchen regelmässig die Gottesdienste der angeschlossenen Kirchgemeinde. Zwei Rehabilitanden sind rückfällig geworden und halten sich im Gefängnis auf. Das Schicksal der restlichen Teilnehmer ist nicht bekannt.
In Nischnaja Tura ist ein neues Rehabilitationszentrum am Entstehen. Pastor Georgij hat ein Haus geschenkt bekommen, das er mit finanzieller Unterstützung des "Meilestei" (christliches Rehazentrum aus der Schweiz) zu einem Rehazentrum umgebaut hat. Zuerst wurden die notwendigen juristischen Dokumente für die Schenkung erstellt, dann folgten Renovationen im und am Haus. Das Dach wurde neu gemacht, die Elekrizität wurde instand gestellt, die Heizung repariert, die Wände tapeziert und die Fussböden neu gelegt. Inzwischen wurde auch ein Elektroherd eingebaut. Im Moment befinden sich schon zwei Rehabilitanden in der Therapie.
Für das Jahr 2009 ist die Anstellung eines Sozialarbeiters geplant, damit dann auch mehr Rehabilitanden aufgeommen werden können. Ausserdem sollen Nutztiere als Arbeitszweig angeschafft werden.