Tatjana war noch nicht 50 Jahre alt, als sie Witwe wurde. Nach einigen Jahren der Trauer um den Verlust ihres geliebten Ehemannes, spürte Tatjana auch die Freiheit, die ihr diese neue Lebenssituation bot. Sie absolvierte eine theologische Ausbildung und war bereit, in den Einsatz zu gehen. Tatjana: "Eines Tages hatte ich den festen Eindruck, dass Gott zu mir sprach. Es ging um eine Stadt mit Namen Oktjabrskij. Ich wohnte zu dieser Zeit über 1'000 km von ihr entfernt. Ich spürte, dass Gott möchte, dass ich nach Oktjabrskij fahre und dort in einen geistlichen und sozialen Dienst trete. Zuerst musste ich auf die Karte schauen, wo diese Stadt überhaupt liegt! Dann war ich bereit und ging." Tatjana hatte zu diesem Zeitpunkt keinerlei finanzielle Unterstützung, nur ihre Witwenrente. Wenige Monate nach Tatjana's Entscheid rekognoszierte ein Vision Ost-Team im Gebiet Archangelsk. Ziel: Wo gründen wir Kirchgemeinden, wo helfen wir sozial? Wir kamen nach Oktjabrskij. Tatjana: "Für diese Zeit, als Vision Ost in meiner Stadt war, hatte ich eigentlich eine wichtige Reise nach Moskau geplant. Aber ich spürte, dass es zu einer wichtigen, für mich lebensverändernden, Begegnung kommen wird. Ich fuhr nicht, und interessanterweise hatten auch die Leute, die ich in Moskau besuchen wollte, grosses Verständnis für meine Absage." Wir trafen Tatjana und waren von ihrer leidenschaftlichen Hingabe begeistert. Seit Anfang 2008 arbeitet sie nun für Vision Ost und wir wissen, dass unsere Zusammenarbeit ganz sicher kein Zufall ist.
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