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Berichte aus Russland

Hoffnung im Drogensumpf

Rehabilitanden
Ich heisse Sergej* (*Name geändert) und bin 26 Jahre alt. Ich wurde in Syktyvkar in eine wohlhabende Familie hinein geboren, wo ich als einziges Kind aufwuchs. Meine Eltern haben sich sehr bemüht, mir eine gute Erziehung mitzugeben.
Mit sieben Jahren bin ich zur Schule gegangen und habe sie auch abgeschlossen. Als Jugendlicher bin ich aber sehr schnell abgestürzt und habe Alkohol und Drogen konsumiert. Mein Selbstbewusstsein redete mir jedoch ein, dass ich nie ein Drogenabhängiger werde und anders sei wie die Abhängigen, die ich in meinem Umfeld sah.

Als ich dann 20 Jahre alt war, überredete mich der Gruppenführer (ich war Mitglied in einer Clique), harte Drogen zu probieren, weil es mir dann viel besser gehen würde. Bereits nach der ersten Spritze wurde ich zu einem Sklaven der Droge. Ohne die Drogen wollte ich nichts mehr machen, aber wenn ich spritzte, war ich in der Lage, im Autoservice (bei dem ich angestellt war) eine ganze Nacht lang Autos zu reparieren. Während dieser Zeit habe ich nicht an die Folgen meines Konsumverhaltens gedacht, denn es gefiel mir einfach, so zu leben wie ich es tat.

Zwei Jahre vergingen wie im Fluge. Meine Schweinwelt stürzte in sich zusammen, als meine Freunde aus der Drogenszene im Gefängnis landeten und sich die Polizei für mich zu interessieren begann. Ich musste den Autoservice verlassen und wurde ohne Geld und Arbeit in ein Dorf geschickt, wo ich mir Gedanken über meine Zukunft machen sollte. Als ich aus diesem Dorf zurückkehrte, dachte ich, dass die Drogen der Vergangenheit angehören würden und ich nie mehr konsumierte.

Nach einem halben Jahr intensiver Arbeitssuche bekam ich eine Stelle als Wächter in einem Unternehmen. Die Arbeit war nicht schwierig und mit dem Direktor verstand ich mich gut. Nach einem halben Jahr wurde ich stellvertretender Direktor und nach einem Jahr war ich selber Direktor. Ich hatte alles, was ich zum Leben brauchte. Ich lernte auch eine Frau kennen. Wir hatten die Zukunft geplant und wollten heiraten. Aber alte Freunde sind wieder in mein Leben zurückgekehrt...

Zuerst begann ich erneut mit dem Alkoholkonsum, später griff ich zu Drogen. Diese haben mein Leben in einem Jahr völlig ruiniert und ich wurde krank. Ausserdem verlor ich meine Arbeit, meine Achtung in der Gesellschaft und meine Freunde und Verwandten. Sie glaubten mir nicht mehr. Zusätzlich machte ich grosse Schulden.

Ich habe mir viel Mühe gegeben, alleine gegen meine Sucht zu kämpfen und habe Hilfe bei Psychologen und Drogenfachleuten gesucht. Ich absolvierte auch Therapien und bezahlte dafür grosse Geldsummen. Aber nach drei Tagen fing jeweils alles wieder von vorne an... Nach dem Weggang meiner Freundin und durch diesen Kampf ermüdet, stürzte ich mich vollends in den Drogensumpf. Ich dachte, dass mein Leben nun zu Ende sei.

Eine Freundin fand jedoch in der Zeitung ein Inserat eines Rehabilitationszentrums, das der Kirche "Quelle des Lebens" angeschlossen war. Es gab dort Leute, die durch den Glauben an Jesus Christus von der Sucht befreit und von Krankheiten geheilt wurden. Da ich überhaupt nichts mehr zu verlieren hatte und nicht mehr tiefer fallen konnte, entschied ich mich, in dieses Zentrum zu fahren. Dort wurde mir dann von Jesus Christus und der Bibel erzählt und ich beschloss an diesem Abend, einen Versuch mit Gott zu wagen. Daraufhin wurde ich von meiner psychischen und physischen Drogenabhängigkeit befreit. Ich wurde gesund, konnte wieder schlafen und hatte Freude am Leben. Gott hat mich verändert, ich habe nun ein neues Leben mit Sinn gefunden!

Ich möchte alle ermutigen, die diese Zeilen lesen: Gott liebt Dich sehr und möcht Dir helfen. Verzweifle nicht, es gibt einen Ausweg.

Sergej*

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